
Momentan geht wieder ein Ruck durchs Netz:
Alle reden vom neuen Internet, alle reden vom Web 2.0.
Dabei ist das web 2.0 kein neues Internet, sondern eine Bewegung, die frische Ideen und Schwung ins Netz bringt und dabei vorhandene Techniken neu einsetzt.
In den letzten Jahren sind viele neue, spannende Internetprojekte entstanden, die sich deutlich von den herkömmlichen Web-Angeboten unterscheiden.
Begriffe wie RSS, Atom, Trackback, Social Bookmarking, iPod und Podcasting, AJAX, Blogosphäre und Google-Maps sind nur einige der Schlagworte, die zusammen für web 2.0 stehen.
Wir möchten Ihnen hier einen Überblick geben und werden in der nächsten Zeit einige Beispiele detaillierter vorstellen.
Nicht mehr die Programme auf dem PC zählen, das Internet selbst wird die Anwendung. Die wachsende Mobilität führt irgendwann zum Ende der lokalen Datenhaltung. Wer möchte, hat schon heute per Handy vollen Zugriff auf den Web. Man braucht lediglich einen Internetzugang, Daten und Inhalt sind immer und überall verfügbar.
Ein der interessantesten Entwicklungen im web 2.0 ist die Vernetzung von Inhalten und Menschen. Typische Beispiele hierfür sind die sogenannten wikis, wie etwa die Online-Enzyklopedie Wikipedia , Bilder-/Videosharing-Angebote wie Flickr und YouTube oder die Social-Bookmarking-Plattformen del.icio.us oder Mister Wong. Allen ist gemeinsam, dass sie mehr sind als reine Online-Lagerstätten für Inhalt.
Die Nutzer werden aktiv und schaffen die Inhalte selbst. Viele Menschen leisten für sich genommen kleine Beiträge, sorgen aber dafür daß z.B. mit Wikipedia das beste, weil lebendige, Lexikon der Welt heraus kommt, in dem alle Artikel miteinander thematisch verlinkt sind.
Auch Flickr zeichnet sich durch die Vernetzung der Beiträge vieler Anwender aus. Zig Menschen aus der ganzen Welt speichern dort beispielsweise ihre Urlaubsfotos. Da jedes Foto verschlagwortet wird, entsteht eine gigantische Bilder-Datenbank. Möchte man also wissen, wie es in Paris aussieht, genügt die Eingabe des Stichwortes in die Suchmaske.
Ganz ähnlich ist die Idee hinter del.icio.us und Mister Wong: Lasst uns die Bookmarks von möglichst vielen Internet-Surfern zusammenlegen! Das Ergebnis ist die größte und leistungsfähigste Favoriten-Sammlung der Welt. Und zwar nicht durch die schiere Menge, sondern durch ihre interne Vernetzung. Jeder Bookmark wird nämlich verschlagwortet. Anschließend kann man nicht nur nach den Schlagworten suchen, man sieht auch, welche und wieviele Benutzer die entsprechende Site ebenfalls gebookmarkt haben. So kann man auf die Qualität beziehungsweise Relevanz einer Website schließen. Denn war sie es wert von vielen Menschen gebookmarkt zu werden, muss sie auch gut sein. Der andere praktische Nutzen ist, dass man die Bookmarksammlungen der anderen Benutzer durchforsten kann. Hat ein anderer Anwender die eigene Lieblings-Site gebookmarkt, ist die Wahrscheinlichkeit hoch, dass auch dessen andere Bookmarks sich mit den eigenen Interessen decken.
Solche Web-Angebote wie oben erwähnt gibt es in Deutschland nur wenige. Während in den USA kräftig investiert wird, fehlen hierzulande die Kapitalgeber. Es bleibt zu hoffen, daß hier der Trend nicht verschlafen wird, denn die User nutzen die web 2.0 Anwendungen. Man erkennt das an der hohen Anzahl an deutschen Nutzern bei den o.g. Diensten.
Bei allem Tollem und Revolutionärem, daß web 2.0 bringt, darf man eines nicht vergessen: Noch stehen wir am Anfang der Entwicklung. Noch mehr als schon jetzt werden Informationen, auch und besonders über einen selbst, von jedem immer und überall recherchierbar und abrufbar sein. Wer es darauf anlegt, kann Bewegungs-, Konsum- und Vorlieben-Profile aus den im Netz verfügbaren Daten in Zukunft noch detaillierter zusammenstellen. Immer mehr Wissen, bis in die Intimsphäre der Nutzer hinein, wird auf Servern rund um die Welt gelagert sein.
So darf man durchaus hinterfragen, ob es richtig ist, dass Suchmaschinenbetreiber über ihre web-2.0-Angebote an detaillierte Nutzer-Daten und Konsum-Profile gelangen, die sie wiederum an anderer Stelle für die Gewinnoptimierung nutzen.
Mai 2007
Im Rahmen des Relaunches 2012 erstellten wir neben der Neugestaltung der Desktopversion auch eine Mobilversion der Website als Web-APP.
Nach diversen Weiterentwicklungen des Layout in den letzten Jahren wurde nun die Optik für die Desktopversion der Website komplett neu gestaltet.
Neben internen Verbesserungen in der Datenverwaltung unterstützt die aktuellste Version 1.4.12 ab sofort auch den Import von Textdateien, im *.PDF oder *.DOC Format.